Schriftreihe

Datum
01.09.2004

Titel
Plausibilität der Beispielrechnungen von Altersvorsorgeprodukten

Inhalt

Christian Jütten, Köln 2004, 130 S., 36 Euro, ISBN 3-89936-239-X

Beim Abschluss langfristiger Spar- und Versicherungsverträge (z. B. zur Altersvorsorge) erhalten Kunden Beispielrechnungen über die mögliche Wertentwicklung ausgehändigt. Beispielrechnungen gehören zu den wichtigsten Anhaltspunkten bei der Branchen-, Unternehmens- und Produktauswahl. Kunden erwarten eine möglichst realistische Prognose und sollen zugleich über die Risiken der Geldanlage aufgeklärt werden. Anbieter von Altersvorsorgeprodukten nutzen Beispielrechnungen als Wettbewerbsinstrument. Das Spannungsfeld wird dadurch erweitert, dass die Zins- und Kursschwankungen am Kapitalmarkt präzise Vorhersagen unmöglich machen, was besonders in den letzten Jahren deutlich wurde. Dennoch muss es im Sinne der Kundenberatung und eines fairen Wettbewerbs das Ziel sein, dass der Inhalt von Beispielrechnungen zumindest möglichst plausibel ist.

Während Beispielrechnungen heute den Kapitalanlageerfolg der Vergangenheit in die Zukunft fortschreiben, wird in diesem Buch eine Methode vorgestellt, mit der die zukünftige Kapitalmarktentwicklung stochastisch simuliert werden kann (Monte-Carlo-Simulation). Unter denselben Kapitalmarktbedingungen lässt sich der individuelle Vermögensaufbau von Bank- und Fondssparprodukten mit dem kollektiven Vermögensaufbau von Lebensversicherungen vergleichen. Es lässt sich zeigen, dass die Reserven von Lebensversicherern, insbesondere die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), kurz- und mittelfristige Kapitalmarktschwankungen für die Versicherungsnehmer ausgleichen können. Die Reservesituation und die Kapitalmarktentwicklung sind wesentliche Einflussfaktoren für die Überschussbeteiligung. Dieses Buch enthält einige Vorschläge zur grafischen Darstellung der Risiken langfristiger Spar- und Versicherungsverträge.

Für Lebensversicherungsunternehmen sind die Überschussdeklaration und die Kapitalanlagesteuerung wichtige Instrumente zum Asset Liability Management (ALM). Simulationsrechnungen können dafür eine Entscheidungshilfe sein.

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