Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf den Gesundheitszustand?

Infolge der Covid-19-Pandemie meiden viele Patienten seit Monaten die Arztpraxen. Bereits im Verlauf des Jahres 2020 hatten Medizinerverbände immer wieder davor gewarnt, dass ausgefallene oder nicht in Anspruch genommene Behandlungen schwere medizinische Folgen haben könnten. Im November hatte dann auch der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) dazu aufgerufen, Arzt-Termine nicht nur bei akuten Beschwerden, sondern auch zur Vorsorge wahrzunehmen. Diese Appelle sind durchaus angebracht, wie wir im Zuge unserer Befragung zum Thema Gesundheitsservices unter 516 privaten Krankheitskostenvollversicherten feststellen mussten.

22 % der Befragten geben nämlich an, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie ihre Kontroll-/Vorsorgetermine 2020 nicht wahrgenommen haben. Auffällig ist hierbei, dass Frauen mit 27 % weit häufiger ihre Termine nicht wahrgenommen haben als Männer (15 %). Als Hauptgrund für die Unverbindlichkeit in puncto Terminwahrnehmung nennen 54 % die Ansteckungsgefahr sowie Terminverschiebungen.

In diesem Zusammenhang wollten wir natürlich auch wissen, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie bislang auf die Verfassung der Befragten hatte. Im Detail fragten wir hierbei nach der Lebensqualität, dem körperlichen Gesundheitszustand sowie dem mentalen Gesundheitszustand.

Hier zeigt sich, dass die Corona-Pandemie den negativsten Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen entfaltet. Während jeweils mehr als 70 % angeben, sowohl mental als auch körperlich keine Veränderungen zu spüren, hat sich seit Beginn der Pandemie bei rund 44 % die Lebensqualität verschlechtert. Haupttreiber hier sind die Kontaktbeschränkungen, entfallende Freizeitmöglichkeiten und berufliche Belastungen. 22 % der Befragten geben an, dass sich ihr mentaler Gesundheitszustand (Burn-out, Depression und Angststörungen) verschlechtert hat. Die Gründe hierfür sind facettenreich – Existenzängste, mangelnde soziale Kontakte, Ungewissheit und Stress zählen zu den am meisten genannten Auslösern. 19 % konstatieren einen verschlechterten körperlichen Gesundheitszustand, den sie insbesondere auf weniger Sport und Bewegung, Gewichtszunahme/-abnahme und mehr Stress zurückführen.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden und erweiterten Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie dürften sich diese Effekte seit unserem Befragungszeitpunkt im November 2020 noch verstärkt haben. Um dem entgegenzuwirken, bieten einige private Krankenversicherer ihren Kunden bereits gezielt Unterstützung an. Aufgrund der Infektionsgefahr und der Kontaktbeschränkungen versuchen die Unternehmen ihr zusätzliches Gesundheitsversorgungsangebot mit Unterstützung von Kooperationspartnern vermehrt in Form von Online-Kursen anzubieten. Hier reicht die Bandbreite von psychologischen und physiotherapeutischen Programmen wie beispielsweise den Apps Selfapy, HelloBetter oder Kaia bis hin zu digitalen Sprechstunden über Kry oder Medgate. Eine Herausforderung ist es nun allerdings, die Kunden auf die Angebote aufmerksam zu machen. Denn in unserer Befragung wussten gerade einmal 50 % überhaupt von den Gesundheitsservices ihrer Gesellschaft. Es bleibt also noch viel zu tun.

Assekurata Solutions bietet ein Gesundheitsmanagement-Bewertungsmodell, welches alle Aspekte von der Strategie über die Alltags-Operationalisierung bis hin zur Erfolgsmessung unter die Lupe nimmt. Krankenversicherungen profitieren im Ergebnis von einer umfassenden und dezidierten Standortbestimmung – Kunden von mehr Transparenz über das verfügbare Leistungsangebot.
Sie haben Interesse an weiteren Ergebnissen zu der Befragung oder interessieren sich für unser Bewertungsmodell? Kontaktieren Sie uns gerne:


Markus Kruse                   
Geschäftsführer               
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Author: Eva Germer (Senior-Consultant ASSEKURATA Solutions GmbH)

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